Geschichte

Nach dem 1. Weltkrieg und dem Ende der Kaiserzeit folgte in Deutschland nicht nur eine Zeit des Neuaufbruchs, sondern auch des sozialen Unfriedens. Die Folgen des Ersten Weltkrieges machten dabei auch vor den Toren Halles nicht Halt.

Männer und Väter blieben im Krieg, die Reparationsleistungen und Arbeitslosigkeit stieg in´s Unermessliche und guter Wohnraum war rar. So lebten um 1920 193.461 Menschen in Halle, wovon ca. 12.000 von ihnen auf Wohnungssuche war. Aber jene Menschen, welche Wohnungen untergebracht waren, wohnten zumeist auf engsten Raum mit schlechten hygienischen Bedingungen.

So schrieb die damalige Wohnungsinspektorin, Frau Dr. Auguste Lange, in einem Bericht: „…eine Toilette ohne Wasserspülung für 30 Personen, feuchte Wände, viel zu kleine oder fehlende Fenster. Oft müssen sich in kinderreichen Familien fünf Personen zwei Betten teilen. Die Schlafzimmer sind zu klein, schlecht belüftet, Ungeziefer plagt die Bewohner, Bett steht an Bett, keine Schränke…  Das Wasser muss im Hof geholt werden. Sogenannte Schlafgänger mieten sich ein Bett – so teilen sich oft drei Arbeiter eine Schlafgelegenheit…“

Um diesen sozialen Sprengstoff entgegen zu treten, beschließt die neugeründete Weimarer Republik ein Gesetz, dass jeder Familie ein bezahlbarer Wohnraum zusteht. Dies sah der damalige Oberbürgermeister Robert Rive als eines der vorrangigsten Aufgaben seines Amtes. Im Zuge der ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Gesetzes werden in den folgenden Jahren u.a. Wohnungsgenossenschaften gegründet und gefördert. Als Grundlage diente das „Gesetz, betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ von 1889 (ehem. Preuß. Genossenschafts-Gesetz).

Am 6. Mai war es dann soweit: Mit der Gründung des „Spar- und Bauvereins Bund der Kinderreichen e.G.m.b.H.“ wurde der Grundstein unserer Genossenschaft gelegt. Mit der Ausarbeitung des Statutes und der Eintragung in das Genossenschaftsregister im selben Jahr, konnte im 1926/27 mit dem Bau der ersten Wohneinheiten in der Benkendorfer Staße begonnen werden (heute nicht mehr im Besitz der WG Gesundbrunnen).

Der Bau neuer Genossenschaftsobjekte zog sich so bis 1999 fort. Im Laufe der Zeit wurde der Name der Genossenschaft mehrfach umbenannt. 1930 in „Spar- und Bauverein Gesundbrunnen Halle e.G.m.b.H.“ und  1942 in „Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Gesundbrunnen Halle e. G.“.

Seit 1992 trägt sie den Namen „Wohnungsgenossenschaft Gesundbrunnen Halle eG“.
Auch wenn sich die soziale Entwicklung der Bevölkerung mit der Zeit verbessert hat, die Aufgaben sind bis in die Gegenwart geblieben:

Guten und preisgünstigen Wohnraum in einem gepflegten Umfeld für unsere Mitglieder zu gewähren.


Kontaktdaten

WG Gesundbrunnen Halle eG

Straße der Republik 138
06128 Halle/Saale

Fon 0345 / 120 24 56
Fax 0345 / 120 21 42

Mail info@gesundbrunnen-halle.de
Web www.gesundbrunnen-halle.de

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Marlies Obermayer

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